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„Diese CDU passt nicht in eine zukunftsgerichtete Gesellschaft!“

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Die Jusos in der Region Ostwestfalen-Lippe begrüßen, dass der Bundestag noch in dieser Legislaturperiode über die Ehe für alle abstimmen wird.

„Angela Merkel hat jahrelang blockiert und wollte sich jetzt vor der Wahl dafür aus der Verantwortung stehlen. Es ist richtig, dass Martin Schulz und die SPD-Bundestagsfraktion ihr diese unverschämte Taktiererei nicht durchgehen lassen und das Ende der Diskriminierung bei der Ehe jetzt einfordern“, so Micha Heitkamp, Vorsitzender der Jusos OWL.

Verärgert zeigen sich die Jungsozialist*innen über das angekündigte Abstimmungsverhalten der heimischen CDU-Abgeordneten. Die sieben männlichen CDU-Abgeordneten aus Ostwestfalen-Lippe haben Nein-Stimmen angekündigt, eine Abgeordnete will ihr Abstimmungsverhalten vom konkreten Gesetzestext abhängig machen.

Dazu sagt der stellvertrende Juso-Regionalvorsitzende Patrick Mayregger: „Wenn CDU-Abgeordnete wie der Herforder Tim Ostermann davon sprechen, dass eine Ehe nur zwischen Mann und Frau möglich sei, stoßen sie damit vielen Menschen in Ostwestfalen-Lippe vor den Kopf. Sie verweigern den 223.000 gleichgeschlechtlichen Paaren in Deutschland ihr Recht auf gleiche Behandlung. Die CDU nimmt für die Aufrechterhaltung ihres veralteten Weltbildes die Diskriminierung all dieser Paare in Kauf.

Besonders erschreckend ist die Aussage von Christian Haase (CDU) aus Höxter, der in der Öffnung der Ehe einen Einstieg in die „Vielehe“ und die Ehe unter Geschwistern sieht. Wer mit solch unangemessenen Vergleichen um sich wirft, stellt Homosexuelle in die Schmuddelecke der Gesellschaft und offenbart vor allem seine eigene Homophobie.“

Für die Jusos ist damit umso klarer geworden: „Diese CDU passt nicht zu einer modernen, in die Zukunft gerichteten Gesellschaft. Gesellschaftliche Fortschritte sind nur mit linken Mehrheiten zu erzielen. Darum werden wir bei der Bundestagswahl kämpfen“, so Micha Heitkamp.